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Vanitas: Der Schatten Einer Existenz Lyrics

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1.  Pendelschwung
Von links nach rechts, es schwingt,
HA¤lt niemals inne
Auch von rechts nach links gelingt's
Nie stillzustehen
Der Pendelschwung hAśrt niemals auf
Nicht einmal fAźr Sekunden
In denen wir endlich wohlauf
Das Leben schAśn empfunden

Auf der einen Seite Schmerz
Auf der anderen Langeweile
Kurz nur unterbrochen von
Lebhaftigkeit
Niemals stoppt es in der Mitte
Wo's ertrA¤glich wohl noch wA¤r'
Kehrt stets zu einer Seite wieder
Macht's leicht, bald wieder schwer

Hin, wieder her, nur das Leid wird stA¤ndig mehr....

Voll gutem Willen - und Tatendrang
Schreitet man voran
Trotz MAźdigkeit und schmerzenden HA¤nden
Will man seine Tat vollenden

Doch zu guter Letzt ist's wieder
Schlecht und ich gehe nieder
Resignierend, neuerlich enttA¤uscht

Der Pendelschwung, er hAśrt niemals auf
Nicht einmal, nicht einmal fAźr Sekunden
In denen wir endlich, endlich wohlauf
Das Leben, das Leben schAśn empfunden
Doch zu guter Letzt....
Hin, wieder her,...
Voll gutem Willen...
Doch zu guter Letzt...
* BACK TO TOP *
2.  Heiliger Schein
Du zeigst dich, den Neidern,
In schAśnsten Kleidern voll Pracht
Du liebst deinen NA¤chsten,
Wie dich oder mehr
AuAYer er steht vor dir
Dann, dann nicht mehr allzu sehr

VorgetA¤uschtes, gespieltes Leid,
TrA¤gst du, trA¤gst du zur Schau
In dir ist es dunkel,
In dir strahlet nichts,
Willst die Welt erleuchten,
Doch du bringst die Finsternis

Heiliger Schein
Umleuchtet dich
Aufgestiegen aus dem Nichts

Ich sehe deinen Glanz und Stolz
Und was Wahrheit fAźr dich ist
In GebA¤uden nur aus Stein und Holz
Wo das AuAYen du vergisst, wohl auch vermisst

Heiliger Schein...

Gefallen, gefallen, du fA¤llst so tief
Entlarvt, aufgeflogen und endlich erkannt
Ist dein falsches Spiel
Dein Heiligenschein zerbrAśckelt,
Allein du bleibst zurAźck
Dein wahres Gesicht offenbart sich

Aufgestanden aus dem Nichts
VerkAźndest Freud, bringst Finsternis
Von Eitelkeit bist du befallen
Emporgestiegen, tief gefallen...

Gefallen...
VorgetA¤uschtes, gespieltes Leid...

Emporgestiegen, tief gefallen,
Am Ende du allein
Emporgestiegen, tief gefallen
Und Aźbrig bleibt: Heiliger Schein
* BACK TO TOP *
3.  Atem Toene Fluestern Schreien
Lasst mich ruhen, ich will nichts hAśren
Will nichts mehr sehen, nichts soll mehr stAśren
All die Stimmen rund um mich
Ich hAśre Schreie, so widerlich
War hier ein FlAźstern? Wer hat's getan?
Irgendjemand sprach mich an
Atem TAśne FlAźstern Schreien
Kehrt Ruhe niemals in mich ein?

All, all die TAśne, all die TAśne rund um mich
HAśrt ihr sie, hAśrt ihr sie denn nicht?
War hier ein FlAźstern? Wer hat's getan?
Irgendjemand sprach mich an
Atem TAśne FlAźstern Schreien
Kehrt Ruhe niemals in mich ein?
Ist's real oder ein Spiel,
Welchem ich zum Opfer fiel
Ich ersehne diese Zeit
Wenn zur Ruhe ich bereit

StA¤ndig Atem, stA¤ndig TAśne,
StA¤ndig FlAźstern, stA¤ndig Schreien
Niemals Ruhe, niemals Frieden
Niemals Zeit ein Mensch zu sein

Atem TAśne FlAźstern Schreien

Nehmt die Schreie weg von mir
Nehmt den Atem, den ich spAźr
Nehmt all die TAśne, die mich stAśren
Nehmt sie weg, ich will nichts hAśren

All die Schreie, die ich hAśre
All den Atem, den ich spAźr
All die TAśne, die mich stAśren
Nehmt sie weg, weg von mir

Nehmt die Schreie
Nehmt den Atem
Nehmt die TAśne
Weg von mir
* BACK TO TOP *
4.  Schliesze Mir Die Augen
Ich breite meine Arme schAźtzend Aźber sie
GenieAYe ihre Zartheit, und diese Harmonie
Ewig werd ich sie lieben und die Angst ihr entziehen
Streichle ihre HA¤nde, um der Einsamkeit zu entfliehen

Ewig sie beschAźtzend, leb ich glAźcklich neben ihr
Bring ihr frische Blumen, keiner nimmt sie mir
Ewig werd ich sie lieben und den Schmerz ihr entziehen
Streichle ihre Wunden, um der Einsamkeit zu entfliehen

"SchlieAYe mir die Augen beide
Mit den lieben HA¤nden zu!
Geht doch alles, was ich leide,
Unter deiner Hand zur Ruh.
Und wie leise sich der Schmerz
Well um Welle schlafen leget,
Wie der letzte Schlag sich reget,
FAźllest du mein ganzes Herz."
(Theodor Storm (1817 - 1888): SchlieAYe mir die Augen beide)

Auf den Wunden an ihrem KAśrper
Klebt trockner Lebenssaft
Aus dem Ausdruck ihrer Augen
SchAśpfe ich nun Kraft
Mit starren Augen blickt sie mich an
Nur ihr Mund bleibt so still
Der Moment der Stille
Scheint alles was sie will

Ich streichle ihre Wangen, ich halte ihre Hand
Ich berAźhre ihren KAśrper, der durch Schicksal zu mir fand
Sie spielt in meinen TrA¤umen, sie blickt mir ins Gesicht
Sie kennt meine Gedanken, doch ich kenn' ihre nicht

"SchlieAYe mir die Augen....."
* BACK TO TOP *
5.  Vor Den Worten
[instrumental]
* BACK TO TOP *
6.  Das Wort Sieht Blicke
Das erste und das letzte Wort
Sieht mehr als tausend Blicke
Die Wahrheit, selbst die LAśsung
Ist einfach und liegt so nah

Alles wie ein Gedanke, der sich dreht
Sich stA¤ndig fortbewegt, nur um
Die richtigen WAśrter
Spielend, denkend hat man es erreicht
Man hilft dir immer wieder
Das Erste sucht das Ende

Das Wort sieht Blicke

Verstehen was es heiAYt
Aœber allem steht Normales
Hinweg zu sehen
Sollte doch gehen

Das erste und.....
Alles wie ein Gedanke, ...
Das Wort sieht Blicke
* BACK TO TOP *
7.  Wenn Schritte Veraendern
Jeder Schritt ist eine VerA¤nderung
So geh ich langsam vor mich hin
Bis ich dann mein Ziel erreiche
Und ein vAśllig anderer bin

Jeder Schritt bringt VerA¤nderung
Und noch immer gehe ich
Neben mir stehen Mauern
Keine Kreuzung ist in Sicht

Jeder Schritt verA¤ndert
Mein Gang wird nun geschwind
Hab das Ziel schon knapp vor Augen
Ja, es scheint fAźr mich bestimmt
Doch anstatt mich euch zu nA¤hern
Werd ich fremder, ich werde fremder selbst noch mir

Versuch zu leben so wie ihr
Will rein gar nicht anders sein
Versuch in eurer Welt zu denken
Versuch zu schaffen wie alle Leut'
Jeder Schritt verA¤ndert, jeder Schritt verA¤ndert mich
Bringt mich an den Ort
Der fAźr mich nicht Ziel des Lebens, nicht Ziel des Lebens ist
Bringt mich von Wahrheit fort

Mein Verstand ist wie eurer
Nur mein Herz will anders sein
Mein Kopf sagt tu es nicht
Doch mein GefAźhl das Gegenteil
Jeder Schritt verA¤ndert mich
Bringt mich an den Ort
Der fAźr mich nicht Ziel des Lebens ist
Bringt mich von meiner Wahrheit fort
Wenn Schritte verA¤ndern...
* BACK TO TOP *
8.  Stillschweigen
Immer wieder gehst du von uns
Immer kehrst du wieder,
ErhA¤ltst, was du schufst

KA¤mpfst gegen all die Stimmen,
Welch zerstAśrten deine Macht
Friedlich, sanft auch, angsterregend
Bist du auf dein Dasein nur bedacht

Hast du auch Angst vor der Stille und mAśchtest du sie dennoch spAźren
Hast du auch Sehnsucht nach ihr, willst dich selbst in sie entfAźhren
Ein wechselseitiges Bestreben liegt verwurzelt tief in uns,
Sich einfach anzuschweigen scheint fAźr uns die grAśAYte Kunst

Ich will die Ruhe fAźhlen, GefAźhle hAśren
Gedanken sollen mich fAźhren und betAśren

Reticentia
Silentium horribile
Reticentia
Silentium mirabile

Am Anfang war das Wort, oder war es doch die Stille?
Ein unaufhaltsamer Redefluss, gegen unser aller Wille
Die Stille bildet den Horizont, vor dem sich alles Reden vollzieht
Sie wird durch leere Worte unterbrochen, ehe man sich versieht
Ich will die Ruhe....

Reticentia....

Unbehaglich kann sie sein, ja furchterregend
Doch sei beruhigt auch sie braucht uns
All unsere Worte, die sie erlAśsen
Sind fAźr sie die grAśAYte Kunst

Reticentia....

Silentium Mirabile
* BACK TO TOP *