:fjoergyn:: Sade Et Masoch Lyrics
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1. Prolog
[instrumental]
* BACK TO TOP *
2. Das Leid Des Einhorn
Als Ich die Phantasie verließ
Und Wirklichkeit den Tag entfachte
Hab' Ich sie alle umgebracht
Die Traume und was man beachte
Das Einhorn, das sich sorgsam legt
An meinen Hals nicht uberlebt
Du stolzes Wesen alter Tage
Schenktest uns der Hoffnung Licht
Lebtest in den fruhen Sagen
Und nahrtest uns mit Zuversicht
Deine Anmut sollt uns tragen
Durch die Dunkelheit der Nacht
Deine Schonheit lindert Klagen
Haltst du ewig um uns Wacht
Und doch so schon dein Dasein wirbt
Neid um jedes fremde Leben
Macht sich in den Herzen breit
Die mit Hass das Licht verweben
Du sollst nicht gehen, sollst nur leiden
Uns'ren Kummer wirst du tragen
Wir finden dich in fernen Zeiten
In den Marchen und den Sagen
Und treiben dich in uns’re Welt
Mit Steinen und Verderben
Keiner der dir Treue halt
Du wirst alleine sterben
Und willst du uns auch Bess’res lehren
Sind wir die Erben dieser Zeit
Die Dekadenz soll dich verehren
Auf dass dein Herz zu Boden eilt
Und dort in Moder und Morast
Verwittert und zu Grunde geht
Denn du tragst unser aller Last
Den Hass, der durch die Schreie weht
Die tanzend hoch am Himmelszelt
Erklingen in der weiten Welt
Und bist du auch der Unschuld Kind
Wir suchen nicht nach Leben
Wir spuren wie das Blut gerinnt
In Adern, die nicht streben
Nun bist du hier, du Zuversicht
Ein Wunsch musst uns noch schenken
Niemand soll sich dir erinnern
Ist der Traum an den wir denken
Hilflos liegst du uns zu Fußen
Die Beine brachen wie Kristall
Fur unsren Willen wirst du bußen
Wir bringen dich heut Nacht zu Fall
Dein weißes Kleid, ertrinkt im Rot
Die Augen missen Farbe
Du armes Ding bist noch nicht tot
Dein Leben wird zur Narbe
Ein jeder soll sein Namen schreiben
In die Haut, tief in das Fleisch
Danach woll’n wir mit Salz bereiben
Deiner tiefen Wunden Reich
Schnitte soll’n von uns erzahlen
Jede Kerbe in der Haut
Wie wir dich aus Tobsucht qualen
Dich, die du die Welt erbaut
Und alles was an dich erinnert
Ist das Horn aus reinem Gold
Es ragt zum Himmel weit empor
Dies Zukunft haben wir gewollt
* BACK TO TOP *
3. Die Hierarchie Der Engel
Die Engel blickten aufgebracht
Gar zornig durch die Wolkenpracht
Sie sahen unser Menschengut
In einem Fluss aus faulem Blut
Wir treiben regungslos im Takt
Der Hass zieht tief, reißt uns ins Tal
Die Leiber mager, splitternackt
Erfreuen sich an fremder Qual
Bevor sie dann am Ende seh’n
Dass alle hier im Moder steh’n
Die Pest macht heut vor niemand halt
Noch ist es warm, bald ist es kalt
Die Engel sturzen durch die Nacht
Sie haben Menschen umgebracht
Sie tragen sie zu einem Fluss
Der ihre Leiber tragen muss
Auf ihrer Reise raus ins Meer
Zieht sie die Heimat nimmer mehr
Kein Stoßgebet erreicht das Tor
Der Himmel verschloss seine Ohr’n
Die Gnade Gottes treibt im Leer’n
Die Engel sturzten ihren Herrn
Die Engel fuhren heute Krieg
Gegen uns des Herren Kind
Die Schopfung bricht in deren Sieg
Die Idee Mensch verhallt im Wind
Wir wussten uns’ren freien Willen
Nur mit Hass und Sund zu stillen
Gott konnte uns niemals hassen
Und dennoch hat er uns verlassen
Sie sind nicht rein, die Hierarchie
Der Engel kennt kein Platz fur sie
Der freie Wille knupft den Strick
Und wirft sie dann ins Meer zuruck…
* BACK TO TOP *
4. Ach Sprich Doch
Ach sprich doch Mensch, was tust du nur
Ich kann dich nicht verstehen
Ich folgte deiner langen Spur
Um nun all das zu sehen
Ach sprich doch Mensch, warum das Leid
Man schenkte dir die Tugend
Sie stand zum Aufbruch stets bereit
Und starb in fruher Jugend
Ach sprich doch Mensch, wo bist du jetzt
Dein Schatten weint und krummt sich
Warum hast du dich selbst verletzt
Und hortest oder fuhltest nicht
Ach sprich doch Mensch, was tat Ich dir
Ich kann mich nicht bewegen
Mein Herz ertrinkt in deiner Gier
Und aus den Augen perlt der Regen
Ach sprich doch Mensch, wann endet es
Ich mochte es nicht mehr sehen
Ich gab dir stets nur besseres
Und du ließt es vergehen
Ach sprich doch Mensch, kennst du mich nicht
Ich horte all dein flehen
Ich wohn im Herz, im Schoß vom Licht
Und bitte dich nicht wegzusehen
Ach sprich doch Mensch, wer bin Ich nur
Nun kenn Ich meinen wirklich Wert
Greif unser Herz, verwisch die Spur
Und laufe weg, mach nie mehr kehrt!
* BACK TO TOP *
5. Masoch
Ein greller Schrei peitscht durch die Nacht
Ich habe mir heut Leid gebracht
Hab Schmerzen mir und Pein geschenkt
Das Haar an Kopf und Leib versengt
Das Lamm, das meine Unschuld kront
Hat sich heut Nacht mit mir versohnt
Es tritt zuruck und gibt mich frei
Der Tag zieht heut an mir vorbei
Der Sand rinnt durch das Werk aus Glas
Ich hab es selber umgedreht
Ich liege nackt im hohen Gras
Und hor wie meine Zeit vergeht
Korn um Korn fallt sie herab
In ein weites Massengrab
Still nur still, hor wie sie weint
Als uns der neue Morgen scheint
Ich bin dies Weg allein gegangen
Wollte bluten um zu sein
Ich hab' dies Kreuzzug angefangen
Um mich endlich zu befrei’n
Von den Gedanken meines Geistes
Von der Schande meiner Welt
Ich bin ein armer Tor, so heißt es
Der dem Untertan verfalt
Ich treibe schwach ins Meer hinaus
Mud und allen Lebens rar
Verbrenn mein Hab und Gut mit Haus
Und mache meine Traume wahr
Blickt mich nur, die Haut ist welk
So jung und doch ein Kind der Zeit
Das Licht mir aus den Augen fallt
Ist dem Schlafe nicht mehr weit
Er greift nach mir, sein Ruf klingt laut
Schon bald kriegst du die Nacht zur Braut.
Ehr sie stetig wie sie dich.
Denn auch das Dunkel furchtet sich.
Am nachsten Fels ward es geschehen
Das Ruckgrat brach und formte sich
Die Wogen tragen mich hinfort
Aus dem Dunkel in das Licht.
Schmerzen sind die Leidenschaft
Der alten Narbe, die noch klafft
Die wahre Schonheit blickt nur der
Wer Hasslichkeit in sich verehrt
* BACK TO TOP *
6. Katharsis
Heute schreiben wir Geschichte
Und die Feder fuhre Ich
Ein jeder Mensch soll dies Berichten
Die Welt dreht sich heut nur um mich
Ich kehre euch heut meinen Rucken
Keinen Blick seid ihr mehr wert
Und dennoch nehm Ich mit Verzucken
Wahr, was ihr von mir begehrt
Ist’s nur ein Wort, Ich wurd’s verwehren
Ihr seid die Narren eurer Zeit
Und sucht' Ich auch euch zu verehren
Ist dieser Weg mir doch zu weit
Und kennt Ich Gnade, sei’s vergeben
Ich wurde euch im Danke grußen
Stattdessen lass Ich euch am Leben
Um in dies Welt fur das zu bußen
Warum Ich heute euch verlasse
Der Grund warum Ich euch so hasse
Singend mocht' Ich untergeh’n
Ein Lied, das jeden Mensch erreicht
Ich kann vor mir noch aufrecht steh’n
Ihr machtet es euch viel zu leicht
Und Tranen sollt ihr nicht verschenken
Heuchelei fließt in den Grund
Ihr sollt dies Worte nur gedenken
Die Ich tu' zum Abschied kund
Die Frage warum Ich heut' geh
Beantwortet sich fast allein
Damit Ich euch nie wieder seh
Ich mochte mich schlichtweg befrei’n
Von euren Blicken, eurer Dummheit
Eurer selbstverliebten Schonheit
Doch leider auch von Baum und Weiden
Die Dekadenz ließ mich entscheiden
Auch mir fallt’s schwer gedenk Ich jenen
Dessen Herz nicht euren glich
Es floss noch Blut in ihren Venen
Gleich mir suchten sie sehnsuchtig
Nach neuen Wegen, neuem Denken
Um am Ende festzustehn
Einjeder von euch mocht' uns lenken
Uns mit eurer Dummheit qualen
Es tut mir leid, Ich kann das nicht
Ich schrei es euch ins Angesicht
Wenn Ich nun geh und euch verlasse
Dann nur weil Ich euch so sehr hasse!
* BACK TO TOP *
7. Narziss (t)
Ich hab dies Nacht ein Baum geseh’n
Von ungekronter Schonheit
Ich schenkte ihm mein Lebenswerk
Ein Sinnbild jeder Jahreszeit
Wie konnt er nur alleine steh’n
Im Dickicht seines Gleichen
Ein Niemand konnte ihn hier seh’n
Ein Niemand sollt ihm weichen
Fortan bracht Ich ihm jeden Tag
Ein Menschenlicht ins Kronengrab
Sie suchten und sie fanden uns
Und wurden Teil meiner Kunst
Im Fruhjahr sollst die Kinder tragen
Im Sommer jene, die nur klagen
Im Herbst die Alten, Die drum bitten
Im Winter tragst mich in der Mitte
Tanz im Winde, tanz mit mir!
Ein ew’ges Leben schenk ich dir
Ein jede Tran wird dir gebuhren
Wenn ich sie zu dies Baum nur fuhre…
Nenn mich wie du magst
Denn ich weiß, wer ich bin
Narziss schimpft sich die Mutter,
Der Vater ist der Wind.
Auserkoren fur die Blute,
Trage Ich mein Haupt bedeckt.
Sonne mich in meinem Schaffen,
wenn ein Licht fur mich verreckt.
Ich leb als ein Narzisst,
Die Ewigkeit ist mein.
Die Schonheit ist der Atem,
Ich bluhe um zu sein.
Dies Baum ist nur der Zeuge,
Fur meiner Ara Tat.
Die Wurmer in den Asten,
Sind der Jahreszeiten Saat.
Wir alle sind unsterblich,
ein jeder lebt im Wort
Denn alle wollten sehen.
Diesen Baum, dies schwarzen Ort.
Geboren als Narzissten
Gingen wir in Herrlichkeit,
Denn uns’re Neugier trug uns
In die Wiege fremden Leids.
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8. Ich Sah Den Himmel Weinen
Oh weites Licht der Fruhjahrssonne
Ruhst im Grun der letzten Jahr
Wir kunden dir aus reiner Wonne
Von des Himmels Engelsschar
Wie sie in Wolken traumend ruh’n
Sich verstecken hinterm Licht
Wie sie’s gleich den Knospen tun
Bevor die Blute sie zerbricht
Welch schone Wesen sie wohl sind
Mit pracht’gen Flugeln, Federpracht
Sie sind der Tugend schonstes Kind
Das ewig in den Wolken wacht
Oh schoner Tag, an dem wir blicken
Euren Ritt in unsre Welt
Auf Sonnenstrahlen steigt ihr nieder
Auf Schimmeln stolz, bevor sie fallt
Die Welt, die euer Kind einst war
Als Gott sie schuf, ein Gegenstuck
Zu eurem Reich,
Das Menschen, Tier und Tod gebar
Zerstorte auch euer Gluck
Der Mensch galt nun als die Idee
Er traute ihm und gab ihm Macht
Und eine Welt mit Land und See
Die Engel waren aufgebracht
So waren sie die schonsten Sterne
Und dennoch Gottes Dienerschaft
Die neue Welt in weiter Ferne
Hat alles hier entzwei geklafft
Die Menschen durfen selbst erfahren
Welchem Gott sie angehoren
Die Engel kennen nur den Wahren
An dem sie sich allmahlich storen
Sie sind nur Staub in seinen Handen
Gott blickt trauernd in die Welt
Wie wir zerstoren, Gute schanden
Bis der Tag auf immer fallt
Ich sah den Himmel weinen
Die Wolken spieen Blut
Aus Trauer um die Schopfung
Das arme Menschengut
Ich sah den Himmel weinen
Er schluchzte jammerlich
Als er zu seinen Beinen
Erkannte dein Gesicht
* BACK TO TOP *
9. Sade
Wir glaubten nie, wir sein am leben
Und doch der Tod verschonte uns
Kein Gedanke schenkt die Gunst
Benennt dies Welt, die kalten Reben
Die vom Grunde sich erstrecken
Und unser Sein im Schwarz verstecken
Als waren wir niemals geboren
Ein reiner Streich der Phantasie
Als hatte sich die Welt verschworen
Und den Menschen gab es nie
Und sei es so, Ich wurd es lieben
Umarmen wurd Ich diese Welt
Wir hatten keine Seel vertrieben
Hatten niemanden gequalt
Der Himmel kunde keine Trane
Das Federkleid nicht blutverklebt
Das Licht wurd sich nach Sunde sehnen
Wie’s im reinsten Herzen lebt
Doch ist’s nicht wahr, Ich fuhl es noch
Zu tief ist dieses alte Loch
Aus dem sich niemand bergen kann
Ein Zustand zwischen jetzt und dann
Das aller Menschen Kinder liebt
Und uns’rer Tat sodann vergibt
Die sich durch unser Leben streckt
Und spottend das Gewissen neckt
Ach war dies Welt ein Reich der Traume
Der Tod war jedem Menschen fern
Es gabe keine kahlen Baume
Doch hatten wir dies wirklich gern
Wir leben nicht, wir sterben nicht
Und kunden jedem Angesicht
Dass man es ehrt, die Meinung schatzt
Bevor der Neid es dann zerfetzt
Das Streben stirbt, und resigniert
Denn alles steht am Anfang fest
Das Geben wirbt, kapituliert
Und gibt dies Reich final den Rest
Zum Gluck wars nur ein kalter Raum
Ein Marchental, ein finstrer Traum
Wir streben wachsam durch die Zeit
Bis zum Ende gibst Geleit
Und kussen jeden neuen Tag
Aus Angst man konnt ihn nicht mehr sehn
Tanzen durch das Sonnenlicht.
Bis wir am Ende dankend gehen.
Geschwacht erhebe Ich mein Herz,
Der Traum hat mir an Kraft genommen
Und trage mich zum Fensterkreuz,
um ihn vor Freude zu begrußen
Die Sonne schweigt, der Himmel weint
Und liegt dem Menschen nun zu Fußen
Er wird geboren, bis er zerbricht
Sie leben nicht, sie sterben nicht
Ich bin allein in dies Geschicht
Sie leben nicht, sie sterben nicht
* BACK TO TOP *